Heimatfilmfestival-Special
Do. 15. bis So. 18. Mai, Kino Freistadt
Zum Verkürzen der Wartezeit bis zum nächsten Festival DER NEUE HEIMATFILM, das 2025 von 27. – 31. August zum 38. mal stattfinden wird, laden Local-Bühne und Kino Freistadt zum Spezialprogramm aus neun Filmen, die auch am Filmfestival laufen könnten. Filme, die alle dem Genre „Heimatfilm“, wie wir es verstehen, zuordenbar sind.
Wir dürfen auch wieder einige Filmemacher*innen begrüßen, die ihre Werke in Freistadt vorstellen und für Publikumsgespräche zur Verfügung stehen: EVI ROMEN, eine der bedeutendsten Film-Editorinnen des Landes, ist mit ihrer zweiten Regiearbeit HAPPYLAND am Donnerstag Abend zu Gast. OTHMAR SCHMIEDERER hat mit AM STEIN 1996 einen beeindruckenden Film über das Dachsteinplateau gedreht mit dem Dichter Bodo Hell, der letzten Sommer im Dachsteinmassiv verschollen ist, als Protagonisten. Am Freitag stellt er den Film in Freistadt vor. Mit seinem Buch FRANZ: DIE GESCHICHTE MEINES URGROSSVATERS, dem Buch zu seinem Erfolgsfilm DER FUCHS, kommt Regisseur ADRIAN GOIGINGER am Samstag nach Freistadt. Nach einer Lesung aus dem Buch wird auch der Film noch einmal zu sehen sein. ELLA HOCHLEITNERs “Familientrilogie” wird am Samstag und Sonntag in Anwesenheit der Regisseurin gezeigt. ZWA TRAURIGE BUAM und IN DER KURVE am Samstag, TROG am Sonntag.
Auf Anfrage organisieren wir gern ein Hotelzimmer in Freistadt, für Gäst*innen, die unser Special mit einem Freistadt-Aufenthalt zum kleinen “Mini-Filmfestival” machen wollen.
Filme in Originalfassung (mit Untertiteln).
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Heimatfilm-Special-Pass
5 Filme = EUR 30
an der Kinokasse erhältlich
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Do. 15. Mai
18.00 • Souleymanes Geschichte / L’Histoire de Souleymane
20.00 • Happyland – Premiere mit Regisseurin Evi Romen
Fr. 16. Mai
18.00 • Austroschwarz
20.15 • Am Stein – mit Regisseur Othmar Schmiederer
Sa. 17. Mai
14.00 • Narben eines Putsches
16.00 • Zwa traurige Buam – mit Regisseurin Ella Hochleitner
18.15 • The Witness
20.15 • In der Kurve – mit Regisseurin Ella Hochleitner
So. 18. Mai
11.00 • Trog – mit Regisseurin Ella Hochleitner
14.30 • Vermiglio
18.00 • Der Fuchs – mit Regisseur Adrian Goiginger, der aus dem Buch zum Film FRANZ: DIE GESCHICHTE MEINES URURGROSSVATERS liest
20.00 • Stasi FC
Souleymanes Geschichte – L’Histoire de Souleymane
Spielfilm, FR 2024, 93 min, R: Boris Lojkine, D: Abou Sangare, Alpha Oumar Sow, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie, Younoussa Diallo u.a.
Souleymane ist aus Guinea geflüchtet und versucht in Frankreich einen Asylantrag zu stellen. Da er keinen Pass hat, braucht er dringend Geld, um an Papiere zu kommen. Dafür schlägt er sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für einen Food Delivery Service in Paris über die Runden. Es bleiben ihm nur noch 48h bis zum Termin beim Migrationsamt.
Happyland
Spielfilm, AT 2025, 90 min, R: Evi Romen, D: Andrea Wenzl, Simon Frühwirt, Michael Pink, Alicia Edelweiss u.a.
Die Rückkehr der Rockerin: Andrea Wenzl kehrt, als Helen(e) in Evi Romens fiktivem Biopic mit echten Vibes, in ihren Heimatort an der Donau zurück und wird mit den Geistern der Vergangenheit, Geistesblitzen und Schnapsideen ihrer Jugend konfrontiert.
Austroschwarz
Dokumentarfilm, AT 2025, 97 min, R: Mwita Mataro, Helmut Karner, D: Mireille Ngosso, Fred Ohenhen, Parissima Taheri-Maynard, Mark Ulrich, Claudia Unterweger u.a.
Der Film begleitet den Musiker Mwita Mataro auf einer filmischen Reise durch seine Heimat Österreich. In einer einzigartigen Verbindung aus Essay und spielerischer Animation erzählt er über Schwarz-Sein in Österreich, über Identität, Zusammenhalt und Kunst als Aktivismus. Der Film ermutigt, inspiriert und kommt genau zur richtigen Zeit.
Narben eines Putsches
Dokumentarfilm, AT/BE 2024, 102 min, R: Nathalie Borgers
Der Militärputsch am 12. September 1980 beendet den Traum einer türkischen Demokratie abrupt. Abidin, der Ehemann von Regisseurin Nathalie Borgers, war ein Revolutionär der 1970er Jahre und floh nach dem Putsch nach Wien, Österreich. Die Regisseurin begibt sich auf eine persönliche Suche um herauszufinden, was sich hinter den Narben am Körper ihres Mannes verbirgt und findet heraus, wie der gewaltsame Umbruch die türkische Gesellschaft veränderte und den Weg zum autoritären Regime und der politischen Re-Islamisierung des Landes ebnete.
The Witness
Spielfilm, IR/DE/AT 2024, 100 min, R: Nader Saeivar, D: Maryam Bobani, Nader Naderpour, Abbas Imani, Ghazal Shojaei
Im Iran wird Tarlan, eine pensionierte Tanzlehrerin, Zeugin eines Mordes, der von einem prominenten Regierungsmitglied begangen wurde. Als die Polizei sich weigert, den Fall zu untersuchen, muss Tarlan sich entscheiden, ob sie dem politischen Druck nachgeben oder ihren Ruf und ihr Leben riskieren will, um Gerechtigkeit zu schaffen.
Vermiglio
Spielfilm, IT 2024, 119 min, R: Maura Delpero, D: Tommaso Ragno, Giuseppe De Domenico u.a.
1944. In Vermiglio, einem Bergdorf, in dem der Krieg ein ferner, aber allgegenwärtiger Horizont ist, bringt die Ankunft von Pietro, einem Soldaten, der vor dem Krieg flieht, die Dynamik der großen Familie des örtlichen Schulmeisters durcheinander und verändert sie für immer. Die Liebe zwischen Pietro und Lucia, der ältesten Tochter, führt zu einem unerwarteten Schicksal.
Der Fuchs
Spielfilm, AT 2022, 112 min, R: Adrian Goiginger, D: Simon Morzé, Karl Markovics, Karola Niederhuber, Marko Kerezovic, Joseph Stoisits
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs trifft der introvertierte junge Soldat Franz auf einen verwundeten Fuchswelpen, den er versorgt wie sein eigenes Kind und mit in das besetzte Frankreich nimmt. Durch diese sonderbare Freundschaft mit dem Tier holt ihn seine eigene Vergangenheit als verstoßener Bauernsohn langsam ein, vor der er stets davongelaufen ist.
Stasi FC
Dokumentarfilm, DE/GB 2023, 95 min, R: Arne Birkenstock
Auf den Spuren eines Jahrzehnts ostdeutschen Fußballs erzählen Überlebende des Kalten Krieges eine Geschichte von Verrat, Mord und Manipulation in einem aufschlussreichen Einblick, wie die Stasi-Geheimpolizei Fußball als mehr als ein Spiel betrachtete.
Trog
Dokumentarfilm, AT 2022, 120 min, R: Ella Hochleitner
Dieses Haus ist stummer Zeuge von Tragödien, die eng verbunden sind mit dem 2. Juli 1944, als im sogenannten „Sturm“ Jagd auf Deserteure und Wehrmachtsverweigerer gemacht wurde. Elf ehemalige Bewohner*innen kehren zurück und erzählen ihre Geschichte vor der Kamera. Verdrängte Gefühle und Erinnerungen kommen zum Vorschein. In ruhigen, leisen Bildern zeigt die Salzburger Regisseurin, wie wichtig Aussöhnung und Vergangenheitsbewältigung sind.
In der Kurve
Dokumentarfilm, AT 2014, 120 min, R: Ella Hochleitner
Vor 70 Jahren, in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli 1944, wurden in Goldegg im Zuge einer Verfolgungsaktion der Nazi-Herrschaft Wehrmachtsdeserteure verhaftet. Eine Gruppe von Wehrpflichtigen hatte sich im Winter 1943/44 dem Einberufungsbefehl widersetzt und war im Almengebiet untergetaucht. Ein SS-Bataillon von rund 1000 Mann wurde eingesetzt, um die Deserteure ausfindig zu machen.
Zwa traurige Buam
Dokumentarfilm, AT 2006, 96 min, R: Ella Hochleitner
1945 kommen die Brüder Ernst und Peter im damaligen Jugoslawien als junge Wehrmachtsangehörige in Gefangenschaft. Mehrere Jahre verbringen sie dort, ehe sie freigelassen werden und wieder nach Hause zurückkehren. 2005 reist die Filmemacherin Gabriele Hochleitner mit ihrem Vater und ihrem Onkel zurück zum Balkan.
Am Stein
Dokumentarfilm, AT 1996, 110 min, R: Othmar Schmiederer, D: Bodo Hell
Wir tauchen ein in das Reich des außergewöhnlichen Literaten und Autors Bodo Hell, der Dachsteinplateau als Hirte der Ramsauer Bauern fünf Jahrzehnte betreut, erkundet, erforscht und beschrieben hat und seit letztem Sommer im Dachstein vermisst wird.
Tickets: www.kino-freistadt.at