Festivalnews

DER NEUE HEIMATFILM 2014

 Montag, 01.09.2014
27. Festival DER NEUE HEIMATFILM - Preise vergeben // Festivaldirektor Wolfgang Steininger zieht positive Bilanz

Spielfilm-Jurypreis an CHARLIE´S COUNTRY
Dokfilm-Jurypreis an WIR KÖNNEN NICHT DEN HELLEN HIMMEL TRÄUMEN
Spielfilm-Publikumswertung an LA PRIMA NEVE
Dokfilm-Publikumswertung an NEULAND


Am Abend des 30. August wurden in Freistadt beim diesjährigen Festival DER NEUE HEIMATFILM die Auszeichnungen für die Filme im Spiel- und im Dokumentarfilmwettbewerb vergeben. Festivaldirektor Wolfgang Steininger führte durch die Preisverleihung.

Der mit 2.222 Euro dotierte Spielfilmpreis der Stadt Freistadt wurde dem australischen Film CHARLIE´S COUNTRY des Regisseurs Rolf de Heer verliehen. CHARLIE`S COUNTRY ist ein Film, der sich realistisch mit der Situation der Aborigines in Australien auseinandersetzt. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: "Ein wichtiges Thema wird in einer eindringlichen Geschichte durch einen großartigen Schauspieler dargestellt. Wir werden zu einer unvergesslichen filmischen Reise eingeladen und erleben dabei hautnah den inneren und äußeren Konflikt des Menschseins."

Den mit 1000 Euro dotierten Dokumentarfilmpreis der Stadt Freistadt vergab die Jury an WIR KÖNNEN NICHT DEN HELLEN HIMMEL TRÄUMEN von Carmen Tartarotti. Tartarottis Film dokumentiert den Versuch zweier Nonnen den Niedergang ihres Südtiroler Klosters hinauszuzögern. "In einer persönlichen respektvollen Annäherung an die Charaktere und ihre Umgebung wird ein Gefühl der Zeitlosigkeit vermittelt. Ein starkes visuelles Konzept erlaubt der Regisseurin ein spezielles Verhältnis zwischen Objekten, Lebewesen und Architektur zu schaffen." so die Jury in ihrer Begründung.

Eine lobende Erwähnung sprach die Jury dem Film ZUM BEISPIEL SUBERG von Simon Baumann aus. "Ein Film, der besonders durch das gekonnte Einsetzen von Filmsprache auffällt und durch das Wechseln des Regisseurs zum Protagonisten als Teil der Dorfgemeinde die Spannung erhöht." so die Jury.

Der Würdigungspreis der Stadt Freistadt wurde beim 27. Festival DER NEUE HEIMATFILM an den vielfach ausgezeichneten deutschen Dokumentarfilmer Volker Koepp, der seit vielen Jahren immer wieder mit seinen Filmen Freistadt besucht, vergeben. Er präsentierte in Freistadt seinen aktuellen Film IN SARMATIEN.

Das 27. Festival DER NEUE HEIMATFILM endete am Sonntag mit der Bekanntgabe der Siegerfilme der Publikumswertung. NEULAND der Schweizer Regisseurin Anna Thommen gewinnt die Publikumswertung in der Kategorie "Dokumentarfilm" und LA PRIMA NEVE des italienischen Regisseurs Andrea Segre, dem in Freistadt eine Werkschau gewidmet war, in der Kategorie "Spielfilm". "Die beiden Filme lagen in der Gunst des Publikums de facto gleichauf," so Festivaldirektor Wolfgang Steininger über die Entscheidung heuer zwei Filme zu Publikumssiegern zu küren.

Christian Zingg, Protagonist von Thommens Dokumentarfilm über die Bemühungen zur Integration jugendlicher Flüchtlinge in die Schweizer Gesellschaft, war ebenso in Freistadt zu Gast wie Andrea Segre, der sieben Spiel- und Dokumentarfilme in Freistadt präsentierte.

Festivaldirektor Wolfgang Steininger zieht zum Abschluss des Filmfestivals positive Bilanz: "Ein Plus von 10% bedeutet 3300 Kinobesucher*innen allein in Freistadt und damit einen neuen Besucher*innenrekord. Ein weiterer Publikumsmagnet war das Rahmenprogramm, das mit allabendlichen Konzerten zusätzlich mehrere hundert Besucher*innen nach Freistadt lockte." Das Festival DER NEUE HEIMATFILM war neben dem Hauptspielort im Kino Freistadt auch in Bad Leonfelden, Gallneukirchen, Grein, Kaplice, Karlstift, Katsdorf und Kefermarkt mit Filmvorführungen und Filmgesprächen zu Gast.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~


SPIELFILMJURY: CHARLIE´S COUNTRY

Ein wichtiges Thema wird in einer eindringlichen Geschichte durch einen großartigen Schauspieler dargestellt. Wir werden zu einer unvergesslichen filmischen Reise eingeladen und erleben dabei hautnah den inneren und äußeren Konflikt des Menschseins.


DOKUMENTARFILMJURY: WIR KÖNNEN NICHT DEN HELLEN HIMMEL TRÄUMEN

Unter allen Filmen haben uns zwei Filme sehr beeindruckt. Wir haben uns entschlossen eine lobende Erwähnung einem Film zu geben, der besonders durch das gekonnte Einsetzen von Filmsprache auffällt, das Wechseln des Regisseurs zum Protagonisten als Teil der Dorfgemeinde, erhöht die Spannung. Dieser kluge Regieeinfall zeigt, daß Kino das wirkliche Leben beeinflußen kann. Die lobende Erwähnung geht an den Film ZUM BEISPIEL SUBERG von Simon Baumann.

Der Hauptpreis geht an einen sehr intimen Film. In einer persönlichen respektvollen Annäherung an die Charaktere und ihre Umgebung wird ein Gefühl der Zeitlosigkeit vermittelt. Ein starkes visuelles Konzept erlaubt der Regisseurin ein spezielles Verhältnis zwischen Objekten, Lebewesen und Architektur zu schaffen. Dies war nur durch die einzigartige Arbeitsweise möglich. Der Preis für den besten Dokumentarfilm geht an Carmen Tartarotti und ihren Film
spacer
spacer